Unsere Leistungen
Skippertraining
Praxisnahes Bordtraining auf deiner eigenen oder einer gecharterten Yacht – von Manövertraining bis Nachtfahrt.
Überblick
Worum es geht
Ein Boot zu übernehmen ist eine Sache. Es sicher und routiniert zu manövrieren eine andere. Viele Eigner – besonders Erstkäufer, Wiedereinsteiger oder Übergabe-Käufer – sitzen nach dem Kauf am Liegeplatz und wissen nicht recht weiter. Fehlendes Manöver-Können, Unsicherheit bei Wind oder Engstellen und fehlende Nachtfahrterfahrung sind die häufigsten Gründe.
Unser Skippertraining findet real auf dem Wasser statt – auf deinem eigenen Boot oder einer gecharterten Yacht. Wir trainieren alle Manöver, die du im Alltag brauchst: Anlegemanöver unter Motor, Segelmanöver unter Segel, Nachtfahrt, Navigation, MOB (Person über Bord) und Crew-Kommunikation. Jede Einheit wird an dein Niveau und dein Boot angepasst.
Ziel ist ein sicherer, entspannter Skipper, der sein Boot kennt und in jeder Situation die richtigen Entscheidungen trifft – allein oder mit Crew.
Ablauf
So arbeiten wir
Jedes Training ist individuell zugeschnitten. Wir beginnen mit einem kurzen Briefing an Land, gehen dann gemeinsam aufs Wasser und schließen mit einer Nachbesprechung ab. So wirst du Maximum aus jeder Einheit mitnehmen.
- 01 Niveau-Analyse: Wir besprechen deine bisherige Erfahrung, dein Boot, deine typischen Reviere und deine Ziele. Davon hängt ab, worauf wir den Schwerpunkt legen.
- 02 Manövertraining: Anlegemanöver (mediterran, Doppelpropeller, Pfahl- und Boxenliege), Segelmanöver (Aufschießer, Halsen, Wenden), Kurven unter Segel, Segeltrim grundlagen – wir üben so lange, bis die Abläufe sitzen.
- 03 Hafenmanöver & Engstellen: Enge Hafeneinfahrten, Drehen auf engem Raum, Festmachen bei Tide – wir suchen bewusst anspruchsvolle Situationen und lernen sie sicher zu meistern.
- 04 Nachtfahrt & Langfahrt-Probe: Nachts navigieren, Positionslampen lesen, Fahrt bei schlechter Sicht, Funkdisziplin – wir simulieren eine echte Nachtfahrt oder einen längeren Törnabschnitt unter Praxisbedingungen.
- 05 Sicherheit & MOB: Mann-über-Bord-Manöver (unter Segel und Motor), Bergung aus dem Wasser, Rettungsmittel, Notsignale, Funknotruf – das ist der kritischste Teil, den niemand gerne übt, aber alle können müssen.
- 06 Navigation & Crew-Einweisung: Kartenlesung, Törnplanung, Wetterinterpretation, Crew-Briefing vor dem Törn – wir zeigen dir, wie du deine Crew vorbereitest und die Verantwortung als Skipper sicher trägst.
Aus der Praxis
Ein echtes Beispiel
Fall: Erstkäufer eines 38-Fuß-Segelkatamarans, Upgrade von einem 30-Fuß-Monohull, keine Kat-Erfahrung.
Der Käufer hatte 20 Jahre Monohull-Erfahrung, aber Katamarane sind ein anderes Fahrwerk. Weniger Tiefgang, andere Querkräfte, Tackersegel, Genuawinsch und die Breite machen Anlegemanöver völlig anders. Wir haben drei Tage auf der Ostsee trainiert: Mediterranes Anlegen am Steg, Wenden auf engem Raum bei 3 Bft, Mann-über-Bord unter Segel.
Am Ende konnte er sicher alleine manövrieren, hatte ein klares Verständnis der Unterschiede, und war mit deutlich mehr Selbstvertrauen in der Handhabung unterwegs. Ohne das Training wäre er mit dem Kat ins Hafenbecken gefahren – buchstäblich.
Mehr Beispiele im Logbuch →Was du brauchst:
Ein Boot (dein eigenes oder gechartertes) und den Willen, etwas zu lernen. Kein Mindest-Level nötig – wir passen uns an dein Können an. Wenn du unsicher bist, ob ein Training sinnvoll ist, hilft ein unverbindliches Gespräch.
Häufige Fragen
Frage
Brauche ich einen Bootsführerschein?
Für die meisten Reviere in Deutschland und Europa brauchst du den Sportbootführerschein See (SBF See). Wir empfehlen ihn als Mindeststandard. Optional bieten wir auch die Vorbereitung auf den Sportküstenschifferschein (SKS) an.
Frage
Kann ich auf einem gecharterten Boot trainieren?
Ja. Wir arbeiten mit mehreren Charterbasen zusammen und können das Training auf einem gecharterten Boot planen. So kannst du ohne eigenes Boot üben – zum Beispiel vor einem Langfahrt-Charter oder nach einem Bootskauf.
Frage
Wie viele Tage soll ich buchen?
Für die meisten Einsteiger oder Wiedereinsteiger empfehlen wir mindestens zwei volle Tage. Für Langfahrt-Vorbereitung (z.B. vor einer Atlantiküberquerung) sind drei bis fünf Tage deutlich intensiver und nachhaltiger.
Frage
Was passiert bei schlechtem Wetter?
Wind und Regen sind keine Showstopper – bei 5 Bft lernt man am meisten. Lediglich Gewitter oder Sturm sind Gründe, einen Trainingstag zu verschieben. Wir vereinbaren im Vorfeld einen Reserve-Kontingenttag.